Zuckerhut und Zika – Maracana und Medaillen

Heute gehen sie los, die 31. Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro. Bis zum 21. August heißt es wieder: Höher, schneller, weiter. In 306 Wettbewerben – von Bogenschießen bis Wasserball – werden rund 15.000 Athleten aus über 200 Ländern um Gold wetteifern.

Für Deutschland will auch Angelique Kerber, Weltranglistenzweite im Tennis, ihr Bestes geben und die Goldmedaille holen. Wenn sie es denn überhaupt schafft, rechtzeitig zu ihrem Auftakt-Match am 6. August im olympischen Tenniszentrum im Barra da Tijuca zu sein. Ihr Problem: Ihr Flug von Montreal nach Rio konnte nicht starten. Wetterchaos und Überbuchungen machten der Goldhoffnung die Reise schwer.

Tierische Fracht an Bord

Etwas weniger stressig verlief die Anreise nach Rio für einige tierische Sportstars aus Deutschland. Von den Flughäfen Lüttich und London Stansted aus sind die Pferde der deutschen Mannschaft zu den Spielen geflogen worden. Per Gabelstapler wurde die wertvolle Fracht in eine Boeing 777 gehievt. Nach knapp zwölf Stunden landeten die Rösser in Rio. In der Olympia-Stadt angekommen, wurden die Pferde mit Spezialtransportern von einem deutschen Pferdespediteur in weniger als einer halben Stunde Fahrzeit in ihr Quartier gebracht.

Direktflug oder Umsteigeverbindung

Ob in den Spezialfliegern für die Wettkampf-Pferde auch Olympia-Touristen mitfliegen konnten, ist nicht bekannt. Doch für alle, für die Rio eine Reise wert ist, gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten, in die brasilianische Metropole zu fliegen. Ab Frankfurt am Main fliegt Lufthansa direkt in die Megacity mit rund 12 Millionen Einwohnern. Am Abend um viertel nach zehn nimmt LH 500 Kurs Richtung Rio und landet dort planmäßig morgens um fünf Uhr Ortszeit – wenn der Flug denn pünktlich ist. Immerhin liegt der Verspätungsrekord bei 11 Stunden und 40 Minuten – das ist ungefähr so lang wie die gesamte Flugzeit.

Wer eine Umsteigeverbindung in Kauf nimmt, ist etwa vierzehneinhalb Stunden unterwegs. Verbindungen sind ab Düsseldorf über Amsterdam mit der niederländischen KLM möglich. Auch British Airways fliegt ab Hamburg über London in die zweitgrößte Stadt Brasiliens. Ab Frankfurt haben Reisende die Möglichkeit, mit der spanischen Fluggesellschaft Iberia über Madrid nach Rio zu kommen. Aber Achtung: Vor allem die Verbindung über London Heathrow birgt Stress-Gefahr. Denn die Anschlussverbindung am Mega-Airport in England ist knapp bemessen. Bei mehr als jedem zehnten Flug verpassen die Passagiere ihren Anschluss und stecken erst einmal in der Olympiastadt von 2012 fest.

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