IATA fordert Abschaffung der Fluggastrechte

Unter dem Deckmantel der Forderung nach einer internationalen Vereinheitlichung der Fluggastrechte bedeuten die von der IATA geforderten Eckpunkte unterm Strich die Abschaffung der Rechte betroffener Flugreisender.

So behauptet Tony Tyler, dass es eines der Kernanliegen der Fluggesellschaften ist, den Passagieren das bestmögliche Reiserlebnis zu bieten, denn zufriedene Kunden kämen wieder. Die Realität, die wir bei EUclaim täglich antreffen, sieht anders aus: Flugreisende, die von einer Verspätung oder Annullierung betroffen sind und sich an ihre Fluggesellschaft wenden, werden regelmäßig abgewimmelt. Ohne gesetzlichen Schutz würden die Rechte der Flugreisenden bis heute ignoriert werden. Sollte sich die IATA mit ihren Vorstellungen durchsetzten, wäre der Rechtsschutz der Flugreisenden bis zur Bedeutungslosigkeit abgeschmolzen. Es verwundert nicht, dass diese Forderung, gerade in den Zeiten, in denen in den Gremien des Europaparlaments um die Neufassung der Fluggastrechteverordnung gerungen wird, vorgetragen wird. Gerade die deutschen Europaparlamentarier der Sozialdemokraten und die europäischen Grünen stemmen sich momentan vehement gegen die einschränkenden Vorschläge der Kommission und verdienen dafür auch Ihre Unterstützung.

 

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