Fliegen mit Tieren: Das ist wichtig

Vor dem Flug in den Urlaub stehen viele Hunde- und Katzenbesitzer vor der gleichen Frage: Nehme ich mein Tier mit? Wer seinen geliebten Vierbeiner nicht zurücklassen möchte, muss vor der Reise einiges beachten.

Hund

Darf das Tier fliegen?

Bestimmte Rassen werden von manchen Airlines gar nicht erst mitgenommen. Dazu zählen Kampfhunde und stumpfnasige bzw. kurzköpfige Tiere wie Bulldoggen oder Perserkatzen, die schnell unter Atemnot leiden. Auch Tiere, die aufgrund ihres Charakters oder ihrer mangelnden Erziehung fluguntauglich sind, müssen am Boden bleiben.

Vorher zum Tierarzt

Vor Reisebeginn ist immer ein Besuch beim Tierarzt erforderlich. Dieser kann prüfen, ob das Tier für einen Flug geeignet ist und alle nötigen Impfungen erhalten hat. Seit Oktober 2004 ist bei Reisen innerhalb der EU außerdem ein EU-Heimtierausweis erforderlich, den der Tierarzt ausstellt. Darin wird der Gesundheitszustand und die Registriernummer des Tieres festgehalten.

Über Reisebestimmungen informieren

Fliegt das Tier auf jeden Fall mit, ist es wichtig, die genauen Einreisebestimmungen des Ziellandes zu kennen. Je nach Urlaubsort können z. B. Leinen- und Maulkorbpflicht und erforderliche Behandlungen bei Parasiten variieren. Das Auswärtige Amt informiert Tierbesitzer über die benötigten Papiere, Impfschutz und Gesundheitsbestimmungen des Reiselandes.

Rechtzeitig anmelden

Nicht jede Airline nimmt jedes Tier mit an Bord. Bei Easyjet und Ryanair dürfen sie nicht mitfliegen. Wer seine Fellnase mitnehmen darf, sollte sie frühzeitig anmelden, da häufig nur eine bestimmte Anzahl an Tieren im Flieger erlaubt ist. Zudem ist es hilfreich, rechtzeitig am Flughafen anzukommen, um genügend Zeit für den Check-In mit seinem tierischen Freund zu haben.

Kabine oder Frachtraum?

Bei den meisten Airlines können kleine Tiere bis acht Kilogramm in der Kabine reisen. Sie werden in einer Transporttasche unter den Vordersitz gestellt und dürfen diese während des Fluges nicht verlassen. Größere Tiere werden meist als Sondergepäck aufgegeben und fliegen in einer Transportbox im Frachtraum mit.

Richtige Transportbox wählen

Die Transportbox des Vierbeiners sollte mit den Maximalmaßen der Airline übereinstimmen. Außerdem wichtig: Das Tier muss stehen, sich drehen und eine natürliche Haltung in der Box einnehmen können. Eine ausreichende Belüftung und genügend Wasser sind unbedingt notwendig, ebenso wie saugfähige Einlagen. Die Kontaktdaten des Besitzers können in einer Klarsichtfolie außen an der Transportbox befestigt werden.

Vorbereitung einplanen

Schon einige Wochen vorher können Hund und Katze mit Leckerli an die Transportbox gewöhnt werden. Vertraute Gegenstände wie eine Decke wirken beruhigend. Spezielle Beruhigungsmittel sollten hingegen nicht gegeben werden, da sie einen Kreislaufzusammenbruch auslösen können. Auch eine Fütterung kurz vor Flugbeginn empfiehlt sich nicht: Der ungewohnte Stress kann sonst schnell Übelkeit und Erbrechen auslösen.

Alternativen suchen

Wer seinen Urlaubsort auch mit dem Auto oder Zug erreichen kann, erspart seinem vierbeinigen Freund einige Strapazen. Auto- oder Zugfahrten sind für die Tiere deutlich weniger anstrengend, da sie nah bei ihren Besitzern sind und durch regelmäßige Pausen mehr Bewegung bekommen.

Grundsätzlich sollte das Wohl des Tieres immer an erster Stelle stehen. Bei einer Flugreise wird jedes Tier ungewohntem Stress ausgesetzt, der sich negativ auf die Gesundheit des Vierbeiners auswirken kann. Kleine Tiere können im Flieger immerhin Kontakt zu ihren Besitzern haben, sind jedoch, ebenso wie größere Tiere im Frachtraum, starkem Lärm, Druckunterschieden und Bewegungsmangel ausgesetzt. Wer sein Tier mit in den Flieger nehmen muss, sollte unbedingt einen Direktflug buchen, um die unangenehme Wartezeit für seinen tierischen Freund so gering wie möglich zu halten.

Wie unter anderem Tiere in 2018 zu kuriosen Zwischenfällen an Bord geführt haben, lest ihr hier.

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