Faszination Fliegen: Wie alles begann

Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon in der Antike sehnten sich die Menschen danach, wie Vögel durch die Lüfte zu gleiten. Nach zahlreichen Experimenten und Flugmodellen hat sich das Fliegen heute zu einem Massenphänomen entwickelt.

Anfänge der Luftfahrt

Anfänge der Luftfahrt

Wer kennt sie nicht, die griechische Sage von Dädalus und Ikarus? Mit ihren selbstgebauten Flügeln aus Vogelfedern und Wachs wagten Vater und Sohn die Flucht von Kreta nach Sizilien. Wie so viele andere endete dieser Flugversuch jedoch tragisch – doch der Traum vom Fliegen blieb. Auch Otto Lilienthal erkannte 1889, dass der Vogelflug die Grundlage der Luftfahrt ausmacht. Zusammen mit seinem Bruder führte er zahlreiche Flugexperimente durch und gilt als einer der ersten Menschen, die wiederholt Gleitflüge mit einem Flugzeug absolvierten. Der von ihm erbaute „Normalsegelapparat“ war die erste Serienanfertigung eines Flugzeugs in der Geschichte der Luftfahrt. Die Brüder Wright entwickelten das Flugprinzip nach Lilienthals Tod weiter: Ihre erfolgreichen Flüge bei Kitty Hawk (North Carolina) 1903 sind der Beginn des gesteuerten Motorfluges.

Weltkrieg und erste Passagierflüge

Danach ging es rasant weiter: Schon 1919 überquerten die Piloten John Alcock und Arthur Whitten Brown den Atlantik zwischen Neufundland und Irland nonstop. Während des Ersten Weltkrieges war der technische Fortschritt bereits so weit, dass Flugzeuge als Bomber verwendet wurden. Zu dieser Zeit wurde die Flugzeugindustrie rasant angekurbelt: viele Flugplätze entstanden, die Technik des Flugfunks entwickelte sich und Flugzeugmotoren wurden immer leistungsfähiger. 1935 gelang der Flugpionierin Amelia Earhart als erster Mensch überhaupt ein Alleinflug über den Pazifik von Hawaii nach Kalifornien. Generell nahm die Anzahl der Passagierflüge in den 1930er und 1940er Jahren deutlich zu. So richtete Pan American World Airways 1939 einen regelmäßigen Passagier-Flugverkehr über den Nordatlantik ein.

Modernes Fliegen

Zur Normalität gehörte ein Flug in den Urlaub damals jedoch noch lange nicht. Flugtickets für einen Langstreckenflug konnte sich nur die Elite leisten. Mit dem Jungfernflug der Concorde begann 1969 der Überschall-Passagierluftverkehr. Die Maschine hält bis heute den Rekord für die schnellste Atlantiküberquerung: In nur zwei Stunden, 52 Minuten und 59 Sekunden legte eine Concorde der British Airways 1996 die Strecke von New York nach London zurück. Anfang der 1970er Jahre rollte dann eine Maschine auf die Bahn, die über mehrere Jahrzehnte das größte Passagierflugzeug weltweit wurde: die Boeing 747. Erst mit der Entwicklung des Airbus A380 nahm die Dominanz der 747 wieder ab. Nach seinem Erstflug 2005 ist der A380 heute das größte in Serienfertigung produzierte zivile Verkehrsflugzeug der Geschichte – bis zu 853 Passagiere finden in dem Flieger Platz.

Bedingt durch günstige Tickets und unzählige Flugverbindungen ist der Flug in den Urlaub oder zum Business-Meeting heute längst zum Massenphänomen geworden, der Himmel ist voll von Maschinen. Bei so vielen Flügen sind auch Verspätungen und Ausfälle an der Tagesordnung. Vor allem das letzte Jahr hat einen neuen Negativrekord in punkto Verspätungen und Annullierungen erreicht. Darunter gab es auch besonders außergewöhnliche Flugzeug-Zwischenfälle. Prüfen Sie Ihren möglichen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung nach der Fluggastrechteverordnung ganz einfach in unserem Kalkulator.

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