Ziegen und Bargeld-Hunde: Tierische Helfer an Flughäfen

Ein Aufstieg à la Hollywood: Im Dezember hatte LiLou ihren ersten großen Auftritt – heute kennt sie bereits die halbe Welt, inklusive 9.000 Fans auf dem eigenen Instagram-Account. Doch LiLou ist nicht etwa Schauspielerin: Das Therapieschwein beruhigt gestresste Passagiere am Airport San Francisco. Auch an deutschen Flughäfen haben tierische Helfer wichtige Aufgaben.

Tierische Helfer an Flughäfen

Therapiehunde sind an vielen Airports keine Seltenheit. Mit LiLou sorgt erstmals ein Minischwein für entspannte Nerven bei den Reisenden. Hierzulande arbeitet das tierische Personal eher im Hintergrund. Am bekanntesten dürften Spürhunde sein. Die cleveren Vierbeiner sind meist auf ein ganz spezielles Einsatzgebiet dressiert. So erschnüffelt Mats, ein Parson Jack Russell Terrier, am Hamburger Flughafen illegale Reise-Souvenirs wie Elfenbein und Reptilienleder. In Frankfurt gibt es sogar Hunde, die eine Nase für verstecktes Bargeld haben und erst bei zoll-relevanten Beträgen ab circa 5.000 Euro anschlagen.

Frettchen und Falken sichern den Luftraum

Die meisten tierischen Helfer befinden sich im Außeneinsatz: Vogelschlag kann für startende und landende Flugzeuge eine große Gefahr darstellen. Daher setzen viele Airport-Betreiber auf die Fähigkeiten von Falken und Bussarden. Die sogenannte „Bird Control“ macht Jagd auf die gefiederten Vettern. Am Flughafen Köln/Bonn bekommen die Flugkünstler Unterstützung vom Boden: Frettchen kontrollieren die Population von Kaninchen, die wiederum wilde Raubvögel anziehen würden oder die Landebahn mit ihren Bauten unterhöhlen könnten.

Wasserbüffel im Rheinland

Die Rheinländer sind eh so etwas wie die „Animal Farm“ unter den Flughäfen: Neben der Bird Control sind ganze Herden von Rindern, Ziegen, Schafen, Eseln und sogar Wasserbüffel im Einsatz. Der Flughafen grenzt an ein Naturschutzgebiet, für dessen Landschaftspflege die Betreiber verantwortlich sind. Als natürliche Rasenmäher haben sich die Huftiere bestens bewährt. Gleich mehrere deutsche Flughafen-Betreiber greifen außerdem auf ein fliegendes Sondereinsatzkommando zurück: Bienen ermitteln die Schadstoffbelastung der Luft durch startende und landende Flugzeuge. Wer nach einem reibungslosen Ablauf pünktlich in den wohlverdienten Urlaub startet, hat dies also nicht zuletzt fleißigen Arbeitstieren zu verdanken.

Bildquelle: flickr.com

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