Sicherheitskontrollen am Flughafen: Was Passagiere wissen müssen

Vor jedem Flug müssen alle Passagiere durch die Sicherheitskontrolle. Für die meisten Fluggäste ist der Gang durch den Security-Check ein weniger beliebter Teil der Reise. Denn oft heißt es: Warten, warten, warten. Die Regeln, was an Bord eines Flugzeugs mitgeführt werden darf sind weltweit einheitlich. Wir zeigen euch, was ins Handgepäck darf und wie ihr möglichst schnell durch die Kontrolle kommt.

Passagier mit Gepäck am Flughafen

Sicherheitskontrollen betreffen alle Passagiere

Ob Geschäftsfrau in der Business Class oder Kleinkind vor seinem ersten Flug: In der Sicherheitskontrolle am Airport erwartet alle Passagiere das Gleiche. Denn es gibt klare Regeln, was mit an Bord genommen werden darf und was verboten ist. Dass Waffen, Sprengstoff oder Drogen nicht ins Flugzeug gehören, weiß wahrscheinlich jeder. Doch es gibt noch eine Reihe weiterer Dinge, die nicht ins Handgepäck gehören.

Was nicht mit an Bord genommen werden darf

So dürfen zum Beispiel Flüssigkeiten nur mit, wenn sie einzeln in einen maximal 100 Milliliter fassenden Behälter passen. Kosmetik und Co gehören wiederum in einen transparenten und verschließbaren Beutel, der nicht mehr als ein Liter Volumen haben darf. Übrigens zählen auch Lebensmittel, wie Honig oder Marmelade als Flüssigkeiten. Nagelscheren oder Einmalrasierer können im Handgepäck verstaut werden, aber nur bei einer Klingenlänge unter 6 cm. Im Zweifel sollten sie ins Aufgabegepäck. Auch Sportausrüstung ist immer dann an Bord verboten, wenn sie als Waffe genutzt werden könnte. Das gilt etwa bei Skateboards oder Golfschlägern. Raucher sollten wissen, dass sie maximal ein Feuerzeug mit ins Flugzeug nehmen dürfen. Lest auch unseren Blog zum Thema, was auf keinen Fall in eurem Handgepäck fehlen darf.

Lange Warteschlangen an der Sicherheitskontrolle

Ein großes Ärgernis für viele Passagiere sind die teilweise sehr langen Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle. Besonders an deutschen Flughäfen gab es in den letzten Jahren hier so große Probleme, dass tausende Passagiere ihren Flieger verpassten und Airlines Dutzende Flüge streichen mussten.
Am Flughafen Düsseldorf kam es 2017 zu so langen Warteschlangen beim Sicherheits-Check, dass es sogar Tumulte gab. Wegen Personalmangels bei einem privaten Sicherheitsdienstleister konnte der Flughafen nur wenige Kontrollspuren öffnen. In der Vorweihnachtszeit gab es auch am Frankfurter Flughafen viel Stau an der Sicherheitskontrolle. Nicht nur der Personalmangel machte hier Probleme, sondern auch die eingesetzte Technik.

Probleme mit der Technik

Gerne würden die Flughäfen neue Technik anwenden. Doch hierzulande ist die Sicherheitskontrolle und die Beschaffung moderner Kontrollsysteme am Flughafen Sache der Bundespolizei. Diese hat langfristige Verträge mit Lieferanten von mittlerweile veralteter Technik. Auch stellen sich deutsche Behörden quer, wenn es um den Einsatz neuer Kontrollsysteme geht. Anders im Ausland: In London oder Amsterdam wird pro Stunde das Handgepäck von bis zu 200 Passagieren überprüft – in Frankfurt waren es 2017 gerade einmal 80 Fluggäste. Viele Flughäfen haben ein System namens „Easy Control“ eingerichtet, an dem mehrere Personen parallel kontrolliert werden können. In Deutschland testete der Flughafen Köln/Bonn diese Technik vor einiger Zeit erfolgreich. Doch aufgrund bestehender Lieferverträge und fehlender Zulassung konnte die Technik nicht dauerhaft in Betrieb genommen werden.

Wie Passagiere schneller durch die Sicherheitskontrolle kommen

Jeder Geschäftsreisende kennt die wichtigen Kniffe, um möglichst schnell durch die unbeliebte Sicherheitskontrolle zu kommen. So wissen Flugerfahrene, dass sie ihren Gürtel vor der Sicherheitsschleuse ablegen müssen. Beim Handgepäck sollte der Beutel mit den Flüssigkeiten bereits den Vorschriften entsprechend gepackt sein und griffbereit in der Tasche liegen. Alle elektronischen Geräte sollten direkt separat aufs Band gelegt werden. An manchen Flughäfen müssen auch die Schuhe vor der Kontrolle ausgezogen werden. Daher besser keine Stiefel tragen, sondern bequeme Schuhe, die sich leicht an- und ausziehen lassen.

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