Sanierung der Landebahn: Ab April Nachtlandeverbot für Berlin

Die nördliche Start- und Landebahn am Flughafen Schönefeld ist als einzige Berliner Landebahn vom Nachtflugverbot ausgenommen. Von April an wird sie jedoch saniert, so dass verspätete Flüge nachts in andere Städte ausweichen müssen.

Wie Spiegel Online berichtet, werden die Sanierungsarbeiten voraussichtlich bis Ende Oktober 2015 anhalten. In dieser Zeit müssten verspätete Flüge nach Berlin ab etwa 23 Uhr in Hannover, Rostock oder Leipzig landen, so eine Sprecherin der Flughafengesellschaft. Bislang hätten Maschinen mit Ziel Berlin-Tegel nachts nach Schönefeld ausweichen können.

Dem Bericht zufolge sollten Flugzeuge während der Sanierungsarbeiten die noch gesperrte südliche Start- und Landebahn des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) nutzen. Dort gälten jedoch bereits die Lärmschutz-Vorschriften zum Schutz der Anwohner.

Fluggäste können Ansprüche geltend machen

Wer wegen einer nächtlichen Verspätung nicht bis Berlin kommt, kann laut Spiegel Online aber Ansprüche gegenüber seiner Fluggesellschaft geltend machen: je nach Situation etwa die Unterbringung in einem Hotel oder den Transport zum Zielort auf einem anderen Weg.

Solch widrige Umstände für Flugreisende könnten in Zukunft häufiger auftreten: Wenn der Flughafen BER – voraussichtlich – ab 2017 der einzige Hautstadt-Flughafen sein wird, dürfen Linienflüge Berlin nachts generell nicht mehr anfliegen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Erster Kommentar von Ihnen?

avatar
wpDiscuz
Live-Chat