Ohrendruck, Flugangst und Jetlag – so geht’s ohne

Das Ziel kann noch so traumhaft sein, die Reise noch so schön – es gibt einiges, das ein Flugerlebnis vermiesen kann. Nervige Sitznachbarn zum Beispiel. Oder der Klassiker schlechthin: Flugangst. Rund 15 Prozent aller Deutschen sollen darunter leiden.

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Flugangst in den Griff zu bekommen. Den definitiv falschen Weg hat US-Schauspielerin Winona Ryder gewählt. Die 45-Jährige hat diverse Ängste, die Angst vor dem Fliegen ist nur eine davon. Um dennoch von Los Angeles zu einer Preisverleihung nach Madrid zu gelangen, nahm sie Beruhigungsmittel. Davon allerdings so viel, dass das Flugzeug frühzeitig in London landen und ihr der Magen ausgepumpt werden musste.

Füttern Sie den Angsthasen

Vor dem Griff zur chemischen Beruhigungskeule sollten Menschen mit Flugangst analysieren, was ihnen genau Sorge bereitet: ist es die sogenannte Platzangst, eine Höhenphobie oder der Kontrollverlust als Passagier? Wichtig ist auch, sich im Vorfeld über die Technik des Flugzeugs und das Verhalten eines Fliegers in der Luft zu informieren. Denn nicht jeder Wackler führt zu einer Bruchlandung … Atem- und Entspannungsübungen helfen, sich an Bord auf andere Dinge zu konzentrieren. Wer seinen unruhigen Geist „zwingt“, nur auf die Ein- und Ausatmung zu achten, kann keinen Gedanken auf seine Ängste verschwenden. Ganz wichtig: Nicht hungrig in den Flieger steigen. Eine leichte Mahlzeit vor dem Flug beschäftigt den Körper mit der Verdauung.

Valsalva gegen Ohrendruck

Ziemlich nervig und bei Erkältungen auch schon mal schmerzhaft ist der Ohrendruck. Hier schaffen tatsächlich die bekannten Mittel Abhilfe: rund eine halbe Stunde vor der Landung Kaugummi kauen oder Bonbons lutschen. Druckausgleich lautet das Zauberwort und hier nutzt die Valsalva-Methode: Nase zuhalten und die Luft bei geschlossenem Mund in den Rachenhinterraum pressen. Wer erkältet in den Flieger steigt, sollte unbedingt abschwellendes Nasenspray im Handgepäck haben, um damit die Verbindungsgänge zwischen Nasennebenhöhlen und Mittelohr zu weiten.

Die Jetlag-Prophylaxe

Beim Fliegen ist einiges moderner geworden, aber an den Zeitzonen der Welt lässt sich nichts ändern. Die Faustregel sagt: Pro Zeitzone brauchen Reisende einen Tag, um sich zu akklimatisieren. Experten empfehlen, sich schon vor dem Flug auf die neue Zeitzone einzustellen. Bei einer Reise in den Osten bedeutet das: früher aufstehen und früher ins Bett gehen. Im Flugzeug sollten Ost-Passagiere versuchen zu schlafen und sich kohlehydratreich ernähren. Liegt das Reiseziel im Westen ist es genau andersrum: vor dem Flug länger aufbleiben und später ins Bett. Während des Fluges sollten Reisende im Flieger wach bleiben, sich eiweißreich ernähren und viel trinken – alkoholfreies natürlich. Am Zielort selber dann das Tageslicht suchen und sich nicht direkt ins Hotelzimmer zum Schlafen flüchten.

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