Ein Flug, zwei Airlines – was steckt hinter Codesharing?

Ihr habt bei Lufthansa einen Flug gebucht und auf dem Rollfeld steht eine Maschine von Etihad? In dem Fall habt ihr euch nicht verlaufen – beide Fluggesellschaften teilen sich eventuell nur eine Strecke. Das Zauberwort heißt „Codesharing“.

Codesharing Flugverspätung EUclaim Entschädigung

Hinter dem Begriff steckt eine einfache Mechanik: verschiedene Airlines teilen sich einen Flug. Bei Fluggesellschaft A wird ein Flug gebucht, der von Fluggesellschaft B mit einer anderen Flugnummer, dem Code, ausgeführt wird. Sichtbar wird dies auf dem Ticket. Die Airline, die letztendlich fliegt, wird mit dem Zusatz „operated by“ angegeben.

Vor- und Nachteile des Codesharings

Dieser Zusatz kann für Passagiere bares Geld bedeuten: Denn im Fall einer Flugannullierung oder mehr als dreistündigen Verspätung, wird die Gesellschaft belangt, die den Flug ausführte. Bei einem Flug außerhalb der Europäischen Union besteht das Anrecht auf eine Entschädigung, wenn die befördernde Airline ihren Sitz in der EU hat. Selbst, wenn die Reise bei einer Nicht-EU-Airline gebucht wurde. Daher ist ein genauer Blick auf das Ticket, im wahrsten Sinne des Wortes, viel wert.

Auch beim Umsteigen kann es passieren, dass der Anschlussflug mit einer Maschine einer zweiten Fluggesellschaft fortgesetzt wird. Die Passagiere profitieren hierbei in der Regel von einem gut abgestimmten Flugplan der beteiligten Airlines. Dazu ist die Gepäckbeförderung klar geregelt: Reisende müssen ihre Koffer kein zweites Mal aufgeben.

Mehr Strecken im Angebot

Nachteile kann es beim Service geben, wenn die ausführende Fluggesellschaft nicht den gleichen Standard hat. Allerdings muss niemand Angst haben, dass er mit einer Klapperkiste gen Urlaub fliegt – alle beteiligten Maschinen müssen die Sicherheitstests der Internationalen Flugtransport-Vereinigung bestanden haben.

Für Fluggesellschaften hat Codesharing einige Vorteile: Sie können ihr Streckennetz ausweiten, ohne eigene Flüge anzubieten. Wodurch die Strecken doppelt vermarktet werden können. Auch können neue Angebote ohne großen Aufwand ausprobiert werden. Und nicht zuletzt steigt die Auslastung der befördernden Maschine.

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