Die skurrilsten Gründe für Flugverspätungen

Wetter, Streik, Triebwerksschaden: Flieger heben oft aus ganz banalen Gründen nicht ab. Manchmal stecken hinter den Verspätungen aber auch ziemlich bizarre Ursachen. EUclaim zeigt einige der ungewöhnlichsten Vorfälle:

Kleine Tiere – große Wirkung

Wie der Kampf „David gegen Goliath“ muten diese Fälle an: Im Oktober 2014 stoppte eine Maus einen Ferienflieger von Swissair am Flughafen Hamburg. Der neugierige Nager sprang unbekümmert an Bord umher. Alle Fangversuche der Crew scheiterten und die Passagiere mussten in eine Ersatzmaschine umsteigen. Ergebnis: Die Maschine landete fünf Stunden zu spät in Malaga. 2012 sorgte eine Biene für großen Ärger am Düsseldorfer Flughafen. Das Insekt verirrte sich in die Messgeräte einer Condor mit Ziel Antalya und machte es sich dort anscheinend gemütlich. Die Maschine konnte erst sieben Stunden später als geplant abheben.

Versteckte Kamera?

Manche Geschichten wirken wie aus einer Slapstick-Sendung: Flugzeuge zählen zu den sichersten Verkehrsmitteln der Welt. Zusammenstöße wie im Straßenverkehr sind auf Start- und Landebahnen eher selten, sollte man meinen. Im Juni rammte tatsächlich ein Auto am Flughafen Zakynthos ein Flugzeug auf dem Rollfeld. Bei einem anderen skurrilen Fall brach bei einer Lufthansa-Maschine der Fahrwerks-Hebel. Das Ersatzteil musste ironischerweise eingeflogen werden. Die anschließende Reparatur nahm zusätzlich Zeit in Anspruch, sodass der Flieger nach sechs Stunden endlich abheben konnte.

Von Streithähnen und Vermissten

Die Nähe zu Mitmenschen über einen langen Zeitraum scheint viele Passagiere an ihre Grenzen zu bringen. Wenn dann noch Alkohol oder niedrige Frustrationstoleranz dazukommen, gehen manche Reisende buchstäblich in die Luft. Zwei Passagiere von Air Berlin stritten sich allerdings bereits am Boden so heftig, dass ihre Maschine erst gar nicht abhob. Aber auch Abwesenheit der Fluggäste kann zu Verzögerungen führen. So geschehen im Juni bei Germanwings. Zwei Passagiere wurden vermisst. Kurioserweise aber nicht ihr Gepäck, das befand sich bereits im Flieger. Alle Ausrufe waren vergebens, die beiden blieben verschollen. Da aber Koffer nicht herrenlos reisen dürfen, mussten sie erst wieder aus den Tiefen des Frachtraums gefischt werden. Vier Stunden später konnte der Flieger endlich abheben.

Bildquelle: flickr.com

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