Flugchaos in den Sommerferien

Duisburg, 8. August 2017. Fast 500 Problemflüge an norddeutschen Flughäfen: Die Sommerferien in Niedersachsen und Bremen sind vorbei. Für viele Reisende aus dem Norden wurde der Urlaub allerdings getrübt durch verspätete oder ausgefallene Flüge. Hier finden Sie die aktuellen Statistiken.  

Flugchaos in den Sommerferien

EUclaim-Statistik: Fast 500 Problemflüge an norddeutschen Flughäfen

Die Sommerferien in Niedersachsen und Bremen sind vorbei. Für viele Reisende aus dem Norden wurde der Urlaub allerdings getrübt durch verspätete oder ausgefallene Flüge. Laut Analyse des Flugrechteportals EUclaim fielen in den Sommerferien 363 Maschinen an den Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen komplett aus. 136 Flüge landeten mit mehr als drei Stunden Verspätung am Zielflughafen. Allein am Flughafen Hamburg sind in der Ferienzeit 242 Verbindungen annulliert worden – pro Tag also fast sechs Flüge. Am größten Airport Niedersachsens in Hannover wurden 70 Verbindungen komplett gestrichen. Am Flughafen in Bremen gab es 51 Annullierungen in den sechs Ferienwochen.

Im Zeitraum von Anfang des Jahres bis zum 2. August verzeichnen die drei norddeutschen Airports laut Zahlen von EUclaim bereits 1.113 Flugausfälle und 359 Verspätungen von mehr als drei Stunden. Im Vergleichszeitraum 2016 gab es übrigens mit 1.724 Ausfällen und 397 Verspätungen deutlich mehr Chaos an norddeutschen Flughäfen. „Im letzten Jahr haben vor allem Streiks in Deutschland und Frankreich für viele Verzögerungen gesorgt“, erklärt Paul Vaneker, Flugdaten-Experte von EUclaim. „Trotzdem bleibt die Zahl an Verspätungen und Annullierungen auch 2017 sehr hoch.“

Besonders viele Nerven müssen in diesem Jahr übrigens Passagiere mitbringen, die nach Frankfurt am Main fliegen wollen. Die Strecken von Hamburg und Bremen in die Mainmetropole hatten bisher die meisten Verzögerungen. Von Hannover aus war die Verbindung nach Paris Charles de Gaulle in diesem Jahr die fehleranfälligste.

Bei einem Flugausfall oder einer Verspätung von mehr als drei Stunden steht Passagieren laut EU-Verordnung 261 eine Entschädigung in Höhe von 250, 400 oder 600 Euro zu. Dazu muss die Airline für die Verzögerung verantwortlich sein, es darf kein außergewöhnlicher Umstand vorliegen, wie beispielsweise ein Streik. Ansprüche können bis zu drei Jahre rückwirkend geltend gemacht werden. Das Flugrechteportal EUclaim unterstützt Reisende dabei, ihr Recht gegenüber den Fluggesellschaften einzufordern.

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