Legal Tech – Rechtsberatung bequem von zu Hause

Duisburg, 26. Februar 2018. Der Flug verspätet sich mal wieder, der unberechtigte Bußgeldbescheid liegt noch auf dem Tisch und der Brief vom Amt kommt einem spanisch vor – in Alltags-Situationen begegnet Verbrauchern oft die Frage nach ihren gesetzlichen Rechten.

Legal tech, EUclaim

Anstatt den Rat eines teuren Rechtsanwalts zu suchen oder aus Angst vor einem Papierkrieg verzichten viele jedoch oft auf berechtigte Entschädigungen oder überweisen das Geld an die Bußgeldstelle. Schnell erledigt und vergessen. Legal Technology ermöglicht nicht nur eine teilweise oder vollständige automatisierte Prüfung von Rechtsfragen, sondern nimmt Betroffenen gegen eine kleine Gebühr die Arbeit ab. Das Fluggastrechtsportal EUclaim stellt die fünf besten Ideen vor, mit denen Sie nicht nur Recht, sondern auch noch Geld bekommen.

 

Wenn sich der Flieger verspätet …

… sollte sich niemand den Urlaub verderben lassen. Bei Flugausfällen und massiven Verspätungen haben Passagiere oft ein Recht auf finanzielle Entschädigung. Laut EU-Fluggastrechteverordnung stehen Reisenden bis zu 600 Euro zu – drei Jahre rückwirkend. „Viele Airlines ignorieren berechtigte Ansprüche der geschädigten Fluggäste, Passagiere scheuen oft den Schriftverkehr“, berichtet Stefanie Winiarz von euclaim.de. „Wir entlasten Reisende und verhelfen ihnen nach Verspätungen und Flugausfällen zu ihrem Recht.“ Mit Erfolg: In 98 Prozent der Fälle muss die Airline zahlen. So ist die Kasse für den nächsten Urlaub gefüllt.

 

Wenn sich die Bahn verspätet …

… und ein Reisender mindestens 60 Minuten zu spät an seinem Ziel ankommt, lohnt sich juristischer Rat. Bis zu fünfzig Prozent des Fahrpreises können erstattet werden. Mehrere Portale ersparen Geschädigten den Weg zum Anwalt und endlosen Papierkram. Ein Foto des Tickets genügt, um den ersten Antrag auszufüllen. Kosten kommen auf den Antragsteller erst zu, wenn das Portal eine Entschädigung rausschlägt.

 

Wenn ein Bußgeldbescheid in der Post liegt, …

… der Ihnen beispielsweise vorwirft, zu schnell oder mit zu wenig Abstand mit dem Auto unterwegs gewesen zu sein. Diverse Dienstleister prüfen Bußgeldbescheide. Laut des Portals sind 30 Prozent aller Bußgelder fehlerhaft. Erreicht der Anbieter, dass das Bußgeld aufgehoben wird, fällt eine Provision von 35 Prozent inkl. Mehrwertsteuer an.

 

Wenn mein Auto vom Abgasskandal betroffen ist …

Es drohen Dieselfahrverbote, das Fahrzeug verliert an Wert, das eigene Auto ist plötzlich ein finanzieller Risikofaktor. Ein Anbieter reicht eine Sammelklage ein, damit Geschädigte nicht alleine gegen einen Riesenkonzern klagen müssen. Wer beim Kauf des Autos bereits rechtsschutzversichert war, kann auf Wunsch auch eine Einzelklage anstreben. Nur im Erfolgsfall fällt eine Provision an.

 

Wenn ich unsicher mit einem Bescheid bin …

Behörden-Schreiben werden oft hingenommen und abgeheftet, weil sie zu kompliziert erscheinen. Doch insbesondere Hartz IV-Bescheide seien oft fehlerhaft, sagt ein Bremer Start-Up, und prüft die Bescheide daher kostenlos. Findet das Portal einen Fehler, schreiben die Mitarbeiter einen Widerspruch ans Jobcenter und der Bezieher erhält bestenfalls einen korrigierten Hartz 4-Bescheid. Demnächst soll die Prüfung von BAföG-Bescheiden ins Portfolio aufgenommen werden.

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