Flugchaos zur Ferienzeit – Jeden Tag 10 Flugausfälle am Flughafen München

Duisburg, 11. September 2017. In Bayern und Baden-Württemberg haben Flugausfälle und -verspätungen an den Flughäfen München, Nürnberg und Stuttgart die Reisefreude getrübt.

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Laut Zahlen des Fluggastrechteportals EUclaim gab es in den Sommerferien an den drei Flughäfen jeden Tag mehr als 21 Problemflüge. In München fielen in der Zeit vom 27. Juli bis zum 7. September 448 Flüge komplett aus – das sind rund zehn pro Tag. 102 Maschinen landeten mit mehr als drei Stunden Verspätung. Am Flughafen in Nürnberg kam es zu 101 Annullierungen und 41 Verspätungen in den Sommerferien. Der Stuttgarter Airport verbucht 182 Flugstreichungen und 46 Verspätungen. Im Vergleich zur Urlaubssaison des Vorjahres konnte Stuttgart seine Verspätungsrate um über 40 Prozent senken. Ganz anders die Lage in München: Hier verdoppelte sich die Anzahl der Annullierungen nahezu.

Vor allem die von Geschäftsreisenden viel genutzte Route München-Düsseldorf und zurück war in den Ferien anfällig: Allein auf dieser Strecke kam es in den sechs Wochen zu 48 Flugstreichungen. Viel Geduld brauchten auch Türkei-Reisende: Auf der Strecke Antalya-Nürnberg landete ihre Maschine im Schnitt ein Mal pro Ferienwoche mit über drei Stunden Verspätung.

Seit Anfang des Jahres zählte die Flugdatenbank von EUclaim insgesamt 2.664 Annullierungen am Airport München. 516 Flüge verspäteten sich über drei Stunden. Am Flughafen Stuttgart zählt EUclaim in diesem Jahr bisher 992 Annullierungen und 214 Verspätungen. Das sind rund fünf Problemflüge pro Tag im Schnitt. 586 gestrichene und 100 verspätete Flüge sind seit Anfang des Jahres am Flughafen Nürnberg angefallen.

„Dieses Jahr treiben besonders die Streiks des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen und die Probleme bei Air Berlin die Zahlen in die Höhe“, erklärt Paul Vaneker, Flugdaten-Experte von EUclaim.

Entschädigung bis zu 600 Euro

Bei einem Flugausfall oder einer Verspätung von mehr als drei Stunden steht Passagieren laut EU-Verordnung 261 eine Entschädigung in Höhe von 250, 400 oder 600 Euro zu. Dazu muss die Airline für die Verzögerung verantwortlich sein, es darf kein außergewöhnlicher Umstand, wie beispielsweise ein Streik, vorliegen. Ansprüche können bis zu drei Jahre rückwirkend geltend gemacht werden. Das Flugrechteportal EUclaim unterstützt Reisende dabei, ihr Recht gegenüber den Fluggesellschaften einzufordern.

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