Flugchaos in den Sommerferien Teil II

Duisburg, 29. August 2017. Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen sind vorbei. Für viele Reisende aus dem Westen wurde der Urlaub allerdings getrübt durch verspätete oder ausgefallene Flüge.

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Flughafen Frankfurt

EUclaim-Statistik: Fast 1.500 Problemflüge an westdeutschen Flughäfen

Laut Analyse des Flugrechteportals EUclaim fielen in den Sommerferien 1.026 Maschinen an den Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund komplett aus. 458 Flüge landeten mit mehr als drei Stunden Verspätung am Zielflughafen. Allein am Flughafen Frankfurt sind in der Ferienzeit rund 500 Verbindungen annulliert worden – pro Tag also etwa zwölf Flüge. Am wichtigsten Drehkreuz in Nordrhein-Westfalen, dem Flughafen Düsseldorf, wurden 396 Verbindungen komplett gestrichen. Am Flughafen Köln/Bonn gab es 121 Annullierungen in den sechs Ferienwochen. Verspätungs-Spitzenreiter in den Sommerferien 2017 ist die Lufthansa mit 651 Problemflügen, dicht gefolgt von Air Berlin (573).

Im Zeitraum von Anfang des Jahres bis zum 27. August verzeichnen die vier westdeutschen Airports laut Zahlen von EUclaim bereits 5.856 Flugausfälle und 1.747 Verspätungen von mehr als drei Stunden. Im Vergleichszeitraum 2016 gab es
übrigens mit 5.434 Ausfällen und 1.663 Verspätungen etwas weniger Chaos an westdeutschen Flughäfen. „Dieses Jahr treiben besonders die Streiks des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen und die Probleme bei Air Berlin die Zahlen in die Höhe“, erklärt Paul Vaneker, Flugdaten-Experte von EUclaim.

Besonders starke Nerven müssen in diesem Jahr übrigens Passagiere mitbringen, die nach Frankfurt am Main fliegen wollen. Die Strecken von Berlin Tegel und Shanghai in die Mainmetropole hatten bisher die meisten Verzögerungen. Von Köln/Bonn aus war die Verbindung nach München in diesem Jahr die fehleranfälligste. 16 Verbindungen wurden hier gleich ganz gecancelt.

Bei einem Flugausfall oder einer Verspätung von mehr als drei Stunden steht Passagieren laut EU-Verordnung 261 eine Entschädigung in Höhe von 250, 400 oder 600 Euro zu. Dazu muss die Airline für die Verzögerung verantwortlich sein, es darf kein außergewöhnlicher Umstand, wie beispielsweise ein Streik, vorliegen. Ansprüche können bis zu drei Jahre rückwirkend geltend gemacht werden. Das Flugrechteportal EUclaim unterstützt Reisende dabei, ihr Recht gegenüber den Fluggesellschaften einzufordern.

 

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