Doppelt so viele Flugausfälle wie 2016

Duisburg, 7. April 2017. Im ersten Quartal des Jahres 2017 wurden an deutschen Airports doppelt so viele Flüge gecancelt wie im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Fluggasthelfers EUclaim hervor. Demnach wurden von Januar bis März 2017 insgesamt 5.457 Flüge gestrichen, im Vorjahr waren es noch 2.775.

Flugprobleme im ersten Halbjahr

Grund für den Anstieg der Annullierungen ist unter anderem der Streik des Berliner Bodenpersonals im März. Insgesamt war im ersten Quartal dieses Jahres mehr als jeder zwanzigste Flug, der über Berlin-Tegel abgewickelt wurde, von Verspätung oder Streichung betroffen. Zum Vergleich: In Hamburg war es nur rund jeder hundertste. Am anfälligsten war die Verbindung von München nach Tegel. Hier fielen wegen des Streiks ganze 133 Flüge aus. Am schlimmsten traf es Passagiere am 10. März: Insgesamt hatten 779 Maschinen mehr als drei Stunden Verspätung oder hoben erst gar nicht ab. Der Verspätungsspitzenreiter des ersten Quartals geht jedoch nicht auf einen Streik, sondern auf einen Hurricane zurück: Eurowings-Flug 176 aus Köln kam am 7. Februar 2017  mit einer Verspätung von 33,5 Stunden auf Mauritius an.

„Diese Vorfälle zeigen, wie anfällig Flüge für Verspätungen und Streichungen sind und wie wichtig unsere Arbeit als Fluggasthelfer ist“, so Stefanie Winiarz, Vice President des Rechtsportals EUclaim. „Liegt die Verantwortung für eine Flugannullierung oder Verspätung bei der Airline, haben Passagiere Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung.“ Streiks bilden jedoch – genau wie Unwetter – in der Regel einen außergewöhnlichen Umstand, für den die Fluggesellschaft nicht verantwortlich gemacht werden kann.

Welche Ursache ihre Flugverspätung oder -annullierung hat und ob sie Anspruch auf eine Rückzahlung haben, checken betroffene Passagiere kostenlos und unverbindlich auf www.euclaim.de.

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